Ausstellung im Museumszentrum Lorsch:

19.6.2010 - 15.8.2010
Die Pflanzen der Klostermedizin in Darstellung und Anwendung

Die Ausstellung zeigt die Pflanzenbilder des Benediktinermönchs Vitus Auslasser, der sein Herbarium im Jahr 1479 im oberbayerischen Kloster Ebersberg vollendet hat. Es werden die schönsten Exemplare seiner insgesamt 198 kolorierten Pflanzenabbildungen gezeigt und damit einer breiteren Öffentlichkeit in einem Rundgang durch Kräuterheilkunde und Botanik vorgestellt.

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Arzneipflanze des Monats - Sägepalmenfrüchte

Extrakte aus den Sägepalmenfrüchten haben in vielen Studien ihre positive Wirkung bei Beschwerden mit dem Wasserlassen im Rahmen einer gutartigen Vergrößerung der Prostata gezeigt. Die lästigen Beschwerden der Patienten - wie u.a. häufiges Wasserlassen besonders in der Nacht bei nur geringem Harnvolumen und die Ansammlung von Restharn - werden gelindert, und die Lebensqualität wird wieder verbessert.

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Auf diesen Seiten finden Sie Informationen zur Geschichte der Klostermedizin, zur Forschergruppe Klostermedizin sowie zu vielen einzelnen Arzneipflanzen. Die hier vorgestellten Texte zur Klostermedizin und zu den einzelnen Pflanzen basieren auf den Arbeiten der „Forschergruppe Klostermedizin“ der Universität Würzburg.
Die Forschergruppe Klostermedizin ist ein gemeinsames Projekt des Instituts für Geschichte der Medizin der Universität Würzburg und des Arzneimittelherstellers Abtei. Ziel dieses interdisziplinären Projekts ist es, das historische Wissen über Heilpflanzen zu erforschen, zu bewahren und gegebenenfalls für heute nutzbar zu machen.

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10 Jahre Klostermedizin
10 Jahre FGKM bedeutet 10 Jahre Erforschung der Quellen zur Kräuterheilkunde des Mittelalters neben dem wichtigsten Kräuterbuch der Klostermedizin, dem ‚Macer floridus’ sind das, der ‚Liber graduum’ des Benediktiners Constantinus Africanus (Monte Cassino); bedeutende Werke der Schule von Salerno wie die ‚Practica’ des Johannes Platearius und das ‚Circa instans’, die wichtigste Arzneikunde des Mittelalters; natürlich dürfen die medizinischen Schriften der Hildegard von Bingen nicht fehlen, ebensowenig wie die zentralen Bücher der arabischen Medizin, so der ‚Canon medicinae’ des Avicenna oder der ‚Aggregator’, eine Drogenkunde, die dem syrischen Arzt Johannes Serapion zugeschrieben wurde.
Zum Forschungsfeld gehören aber auch der erste große deutsche Kräuterbuchdruck: der ‚Gart der Gesundheit’ (Mainz 1485), das ‚Kleine Destillierbuch’ des Hieronymus Brunschwig (Straßburg 1500) und das Kräuterbuch des Adam Lonitzer (Frankfurt am Main 1557),
daneben noch weitere, kaum beachtete Traktate und Rezeptsammlungen.

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Die Klostermedizin ist eine Epoche der europäischen Medizingeschichte und keine bestimmte Therapierichtung. Die Klostermedizin beruht in wesentlichen Teilen auf der antiken Lehre der Humoralpathologie des Arztes Galen aus Pergamon. Im Hochmittelalter entstanden in den Klöstern und später auch unabhängig von ihnen mehrere bedeutende Werke, in denen die Viersäftelehre weiterentwickelt oder abgewandelt, in denen aber auch auf arabische Einflüsse oder auf die Volksmedizin zurückgriffen wurde. ...

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