In diesem Bereich finden Sie eine kleine Geschichte der Klostermedizin, die zu besseren Übersichtlichkeit in mehrere Hauptthemen gegliedert ist:
1. Anfänge und Grundlagen der Klostermedizin: mit Texten zu Benedikt von Nursia, den antiken Vorbildern, den theoretischen Grundlagen und den ersten Werken ('Lorscher Arzneibuch', 'Hortulus' des Walahfrid Strabo)
2. Höhepunkt der Klostermedizin - das Hochmittelalter: hier werden Constantinus Africanus, der 'Macer floridus' des Odo Magdunensis und die medizinischen Werke der Hildegard von Bingen vorgestellt.
3. Die Enzyklopädisten: Albertus Magnus, Konrad von Megenberg, Vinzenz von Beauvais ...
4. Kräuterbuchkompilationen: 'Lexicon plantarum', 'Leipziger Drogenkunde' ...
5. Klostermedizin in der Neuzeit: Ein Ausblick darauf, daß die Klostermedizin nicht mit dem Mittelalter endet.
Die Geschichte kann als fortlaufender Text gelesen werden. Um gezielt schnell Informationen bekommen zu können, wurde der Text in kleine Artikel aufgeteilt. Für die schnelle Suche steht außerdem die Suchfunktion zur Verfügung.

Theoretische Grundlagen der Klostermedizin
Die Klostermedizin basiert auf der antiken Lehre der Humoralpathologie, wie sie Galen aus Elementen, die bereits aus dem 5. und 4. vorchristlichen Jahrhundert stammen, formuliert hat, ohne freilich eine wirklich systematische Darstellung zu erreichen. Ihre völlige Ausformung findet sich erst in der arabischen Medizin (insbesondere bei Avicenna) und in Westeuropa in den medizinischen Werken des 12. und 13. Jh.s.
Luft, Feuer, Erde und Wasser. Diesen vier Elementen entsprechen (nach Polybos) im menschlichen Körper vier Säfte (humores) ...
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Erste Werke der Klostermedizin
Das älteste erhaltene Werk der Klostermedizin im deutschsprachigen Raum ist das ‚Lorscher Arzneibuch’, eine medizinische Handschrift, die im letzten Jahrzehnt des 8. Jh.s, also zur Zeit Karls des Großen, im Kloster Lorsch (bei Worms) niedergeschrieben wurde (Codex Bambergensis medicinalis 1).
Kurz darauf entstehen auf der Bodenseeinsel Reichenau der sog. St. Galler Klosterplan und das Gartengedicht "Hortulus" des Walahfrid Strabo ... |
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