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Vinzenz von Beauvais
Das größte enzyklopädische Werk der Epoche ist das ‚Speculum maius’ des Dominikaners Vinzenz von Beauvais (letzte Autorfassung 1247). Das ‚Speculum maius’ besteht aus drei riesigen Bänden, wobei das ‚Speculum naturale’ eine Naturenzyklopädie bietet (daneben ‚Speculum historiale’ und ‚Speculum doctrinale’, das geplante ‚Speculum morale’ wurde nicht ausgeführt). Das ‘Speculum naturale’ enthält mehrere Bücher zur Pflanzenwelt, und zwar die Nummern 10-14. Liber 10 (Sp. 669-788) beschreibt den Gartenanbau (Kap. 1-11) und die Kräuter (Kap. 12-171); Liber 11 (Sp. 789-872) die Kräutersamen (134 Kapitel); Libri 12-14 die Bäume und ihre Früchte (Liber 14). Die gesamte Enzyklopädie ging 1474 in den Druck und erlebte vier Auflagen (zuletzt Douai 1624).
Vinzenz strebte offensichtlich danach, das gesamte verfügbare Material für seine pharmakographisch-botanischen Abschnitte einzuarbeiten. Basis der Kompilation zu den Kräutern ist das ‘Circa instans’, hier wieder unter dem Namen ‘Platearius’. Der ‘Macer’ ist vollständig in Versen eingearbeitet. Weitere wichtigste Quellen sind Plinius, Dioskurides, Isidor von Sevilla, Avicenna, Isaac Judaeus, Constantinus Africanus und Palladius.
weiter mit: Albertus Magnus
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