Pflanzen

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letzter Update: 28.03.2004

In den zurückliegenden Jahren wurde sowohl eine Vielzahl von Pflanzenporträts erarbeitet, darunter die von Baldrian, Hopfen, Johanniskraut, Melisse, Calendula, Arnika und Mönchspfeffer, als auch eine Datenbank entwickelt. Sie fasst alle Pflanzen, die in historischen Kräuterbüchern genannt werden. Mit ihr wurde es möglich, auch bislang unklare Namen und Bezeichnungen zu identifizieren. Dies betrifft sowohl Pflanzen als auch in einem zunehmenden Maß ihre Indikationsfelder.

Die dafür integrierten Dokumente gehen über die Epoche der Klostermedizin hinaus. Mehr und mehr werden auch antike und neuzeitliche Texte bearbeitet. Die methodische Auswertung dieser Datenbank steht an. Dazu wird ein statistisches Verfahren entwickelt, das historische Indikationsangaben mit heute anerkannten Daten vergleicht und bewertet.

Datenbank

Die historischen Werke zur Phytotherapie des Mittelalters und der frühen Neuzeit werden daraufhin überprüft, ob die aufgeführten Indikationen tatsächlich auf Erfahrungswissen basieren, oder ob die Kräuterbücher Anweisungen überliefern, die etwa anhand von theoretischen Überlegungen aus der Viersäftelehre, aus Aberglauben oder anderen Quellen stammen. Zu diesem Zweck werden die Indikationen der einschlägigen Werke mit denjenigen aus ‚Hagers Handbuch der Pharmazeutischen Praxis’ verglichen und zwar nach einem festgelegten System, so dass die Einzelergebnisse statistisch ausgewertet werden können.

Weil die Aufbereitungsarbeit der Kommission E des Bundesgesundheitsamtes (BGA) 1994 durch die 5. Novellierung des Deutschen Arzneimittelgesetzes abgebrochen wurde, muss der Stand der wissenschaftlichen Erkenntnis für nicht monographierte Drogen anhand der aktuellen Literatur überprüft werden. Deshalb wurde auf ‚Hagers Handbuch’, als internationales, umfangreiches Nachschlagewerk zurückgegriffen.

Ziel ist es also, herauszufinden, inwieweit die historischen Indikationen auf nachvollziehbaren Erfahrungen beruhen bzw. inwieweit traditionelle Aussagen einfach abgeschrieben wurden. Ein zweites Ziel ist die Offenlegung der Traditionswege der so genannten volkstümlichen Anwendungen.

 

Das Kapitel “Pflanzen” teilt sich in zwei Gruppen. Zum einen werden in den historische Pflanzemonographien längere Originalarbeiten von Johannes G. Mayer und Franz-C. Czygan vorgestellt, die hauptsächlich in der Zeitschrift für Phytotherapie publiziert wurden. Zum anderen findet der eilige Leser kurze Pflanzenporträts, die einen schnellen Überblick zu Botanik, Inhaltsstoffen, Geschichte und Anwendung einzelner Arzneipflanzen bieten.

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