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Konrad von Megenberg
Die erste deutsche Naturenzyklopädie schuf der Franke Konrad von Megenberg, Rektor der Wiener Domschule und Domherr in Regensburg. Von seinem ‚Buch der Natur’ (eigentlich ‚Buch über die natürlichen Dinge’) gibt es zwei Autorfassungen: die erste wurde 1348, die zweite 1350 vollendet. Hauptquellen waren zwei Fassungen des ‚Liber de natura rerum’ des Thomas Cantimpratensis (Thomas II und Thomas IIIb), daneben benutzte er auch Albertus Magnus und das ‚Circa instans’ (Platearius). Die Bücher 4 und 5 dieses Werks handeln von den Pflanzen: Buch IVA („Von den Bäumen") behandelt 55 Baumarten, Buch IVB („Von den wohlschmeckenden Bäumen") 29 Arten. In Buch V werden 89 Kräuter vorgestellt. Das ‚Buch der Natur’ war nicht nur in zahlreichen handschriftlichen Exemplaren verbreitet, Buch V über die Kräuter wurde das erste gedruckte Kräuterbuch (bei Anton Koberger, Nürnberg 1477 zusammen mit dem ‚Arzneibuch’ des Ortolf von Baierland).
Ende des Kapitels: Die Enzyklopädisten
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